Esoterik

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Esoterik

Esoterik bezeichnet ursprünglich eine gewisse Geisteshaltung oder Philosophie, die nur einem bestimmten Kreis von Eingeweihten zugänglich und verständlich ist. Die Exoterik hingegen steht für öffentliches Wissen.

Weiterhin steht Esoterik für eine große Palette unterschiedlicher spiritueller oder okkulter Praktiken, Lehren und Denkweisen.

Ihren Ursprung hat die Esoterik im antiken Griechenland, wo ihr herausragende Persönlichkeiten wie Platon oder Pythagoras angehörten. Die Pythagoreer betrachteten beispielsweise den menschlichen Körper als Gefängnis der Seele. Ein sittliches Leben trug nach ihrem Glauben zur Befreiung der Seele und dem Erreichen einer höheren Stufe bei. Im Mittelalter spielte die Esoterik im christlichen Kulturraum keine Bedeutung, wohl aber in der islamischen und jüdischen Mystik.

Erst zu Zeiten der Renaissance, die geprägt war von der Wiederentdeckung und Rückbesinnung auf die Antike, wurde die Esoterik wieder populär. Die Erfindung des Buchdrucks machte die Verbreitung alchemistischer, metaphysischer, kosmologischer und esoterischer Schriften möglich.

Zu den traditionellen spirituellen Praktiken der Esoterik gehören Wahrsagerei und Magie. Am bekanntesten sind wohl das Kartenlegen und Pendeln. Derartige Praktiken liegen außerhalb des allgemeingültigen Weltverständnisses. Kirchen, Judentum und Islam lehnen die Esoterik als Irrglauben ab und wenden sich gegen jegliche Form von Wahrsagerei und esoterischer Magie.

Weiterhin wird heute - auch von traditionellen Esoterikern selbst - die Vermarktung der Esoterik stark kritisiert, weil viele Praktiken und Riten aus ihrem ursprünglichen Bedeutungskontext herausgelöst und vermischt würden. Das hat zur Folge, dass die "wahre" Esoterik immer stärker in den Hintergrund rückt.